Adipositas...

veröffentlicht von Esmeralda, 8 Kommentare
Stonie muss dünner werden

Ja, ich war ja Dienstag mal beim Arzt. Es konnte so nicht weitergehen, ich hatte gar schreckliche Verdauungsstörungen.

Meine Hausärztin hat sich angehört, was ich ihr zu erzählen hatte, hat mittels Stethoskop an meinem Bauch gelauscht, hat hierhin und dorthin gedrückt und meinte am Ende, dass man mein Problem mit vielen schönen, wissenschaftlichen Wörtern umschreiben könne, sie es aber vorzöge, mein derzeitiges Problem schlicht "Reizdarm" zu nennen. Aber um sicherzugehen, dass da auch nichts übersehen würde (beispielsweise Gallensteine, hatte ja auch meine Oma schon), sollte ich Donnerstag mal wiederkommen zwecks Ultraschall.

Donnerstagmorgen machte ich mich also frohgemut und nüchtern auf, um meine Innereien ultrabeschallen zu lassen. Der schnellste Weg zu meiner Hausärztin führt über einen Feldweg, Donnerstag war's saukalt und in der Nacht hatte es auch noch ein bisschen geschneit, also habe ich mich unterwegs noch schnell zweimal auf den Rücken gelegt, weil ich die zugefrorenen Pfützen von knapp vier Quadratmetern Größe übersehen hatte. Ohne die nette Dame, die mir entgegenkam und mir den rutschfesten Weg wies, wäre ich vermutlich noch ein- oder zweimal unsanft auf meinen vier Buchstaben gelandet. Ich bin ihr sehr dankbar dafür, wer weiss, welche Gräten ich mir dabei geknickt hätte.

So kam ich denn ein bisschen zu spät, aber dafür mit chic dekorierter schwarzer Hose (darauf macht sich weißer Schnee immer wieder ganz besonders gut!) bei meiner Hausärztin an und durfte promt erst einmal ein halbes Stündchen warten. Dann wurde ich endlich ins Allerheiligste gerufen, das Sprechzimmer mit dem Ultraschall-Gerät, und mich hinlegen. Ich hatte's nötig, also tat ich's gern.

"Ja", meint sie, "sehr schön, keine Gallensteine, keine Nierensteine, alles soweit im normalen Bereich. Aber sie haben eine leicht verfettete Leber." Oha. Nun musste ich schlucken. Ich weiss ja, dass ich keine Elfe bin (Walküre trifft's eher). Ich weiss ja auch, dass ich mich nicht so doll gesund ernähre. Eigentlich hätte ich auch wissen dürfen, dass das auf Dauer nicht so geht. Tja.

Die Diagnose, die zu der verfetteten Leber hinzukommt, lautet also auf lateinisch "Adipositas". Das recht unromantische deutsche Wort dafür ist "Fettleibigkeit". Genau daran liegt's - und nun muss ich abnehmen. Das kann ja heiter werden, wo ich so gern esse (und zwar notfalls alles, was mir zwischen die Zähne gerät und für wohlschmeckend befunden wird). Und wo meine lieben Kinder doch Gemüse nicht essen wollen. Achja.

Aber ich habe ja schon Pläne; ich werde:

  • jeden Morgen Wirbelsäulenturnen (was ich ja sowieso muss)
  • jedes Wochenende mindestens einen strammen Spaziergang unternehmen
  • nur noch eine Tasse Kaffee am Tag trinken
  • keine Schokolade, Kekse, Gummibären mehr zu mir nehmen
  • möglichst wenig Brot essen
  • die Kantine meiden
  • die Butterbrezenverkäufer meiden (das ist wirklich hart!)
  • die LKW[1]-Verkäufer meiden (auch das ist extrem schwer)
  • und das alles für mindestens 6 Monate!

Hat irgendjemand Lust, am Wochenende mit mir spazierenzugehen?

[1] LKW = LeberKäsWeckla, ein mit warmem Leberkäs belegtes Brötchen.

Kommentare

Orlando

schrieb am

Hallo Stonie, ich wünsche dir viel Erfolg und habe einige hilfreiche Tipps, die auf leidvoller Erfahrung beruhen auf Lager:

jeden Morgen Wirbelsäulenturnen (was ich ja sowieso muss)

Das wird bestimmt helfen.

jedes Wochenende mindestens einen strammen Spaziergang unternehmen

Auch das ist eine gute Idee. Allerdings ist es mit ein bisschen Spazierengehen oder Sport nicht getan. Was letztendlich zählt, ist ein über längere Zeit aufrechterhaltenes Kaloriendefizit. Das lässt sich mit weniger Nahrungsaufnahme und/oder mehr Bewegung erreichen. Im Idealfall ergibt es sich aus einer Kombination. Man kann beim Essen niemals so viele Kalorien einsparen wie man beim Sport zusätzlich verbraucht.

Die ersten drei Monate habe ich gehungert, war körperlich ziemlich am Ende und immer noch mehr fett als fit. ;-) Dann habe ich mit Sport begonnen und laut Glaskugel-Messgerät etwa 1.000 kcal täglich auf dem Hometrainer abgestrampelt. Ich konnte mir nun einige hundert kcal täglich mehr leisten. Ergebnis: Ich habe dennoch schneller abgenommen und war körperlich und vor allem psychisch in einer erheblich besseren Verfassung. Abgesehen davon sind Muskeln der größte Energieverbraucher und steigern den täglichen Grundumsatz.

nur noch eine Tasse Kaffee am Tag trinken

Warum das? Wenn es keine handfesten Gründe (Leber?) gibt, ist das Blödsinn. Ich habe beim Abspecken literweise Kaffee getrunken. Rauchen hilft ebenfalls. ;-)

keine Schokolade, Kekse, Gummibären mehr zu mir nehmen

Nein. Selten. Aber keinesfalls gar nicht, das verursacht nur Heißhungerattacken. Auch hier zählen Menge und Frequenz.

möglichst wenig Brot essen

Kohlenhydrate sind für den Körper mindestens so wichtig wie Fett. Ein einseitiger Verzicht (= Diät) auf was auch immer ist gesundheitsschädlich. Nicht die Bestandteile machen das Abnehmen aus, sondern die Menge.

die Kantine meiden

Absolut! Das gilt auch für andere Restaurants. Ein guter Küchenchef schaut auf den Geschmack und nicht auf die Gesundheit, denn dafür wird er nicht bezahlt. Bestellst du einen Salat mit leckerem Dressing, kannst du gleich etwas G’scheites essen. ;-)

die Butterbrezenverkäufer meiden (das ist wirklich hart!)

Hehe, ein bisschen Härte gehört dazu. Auch hier: Gönne dir von Zeit zu Zeit eine Sünde. Das wirft dich nicht allzuweit zurück und hilft der Psyche. Die ersten paar Kilos die man verliert, sind Nerven …

die LKW[1]-Verkäufer meiden (auch das ist extrem schwer)

Sind die etwa süß? ;-p

und das alles für mindestens 6 Monate!

Die schlechte Nachricht zuletzt: Dauerhafter Erfolg stellt sich nur ein, wenn man die Ernährung umstellt. Das bedeutet lebenslänglich. ;-)

Auch solltest du mindestens wöchentlich wirklich gut und reichlich essen, damit sich der Körper nicht auf eine Hungersnot einstellt (Suchbegriff: Refeed).

Stonie

schrieb am

Huhu Sven,

ui, 1000 Dank für den Link, ist schon gebookmarked. Auch wenn ich nicht hungere. Nein, _das_ nun nicht. ;o)

File libe Griese,

Sto*schonsiebenweniger*nie

Sven

schrieb am

Ich empfehle die Hacker-Diät.

Hat beim Autor John Walker geholfen, von 97 Kilo auf 65 Kilo abzunehmen. Hat hier (98 auf 69 kg) geholfen, der Shopblogger reduzierte sich seit Dezember mit weniger Kalorien von 106,7 auf aktuell 95,3 Kilo, und ich hab damit auch angefangen: Von 129 Kilo Anfang Januar auf derzeit 111 Kilo. Bin aber bei weitem noch nicht am Ziel.

Lies das "Buch" mal, und entscheide selbst, ob das was für dich ist.

Nur einen Kommentar zu deinen Plänen: Den Kaffee würde ich nicht weglassen. Koffein ist ein sehr guter Appetitzügler. Also rein mit den Tassen, wenn's mal wieder unaushaltbar wird.

Stonie

schrieb am

Ihr Lieben!

Vielen Dank! Was habe ich mich über euere Kommentare gefreut! Ich werde vieles beherzigen (nicht alles, man muss ja auch noch das eine oder andere nach dem eigenen Kopf machen). Auf jeden Fall ist's Balsam für die Seele, das alles zu lesen!

Bis jetzt bin ich schon 5 Kilo leichter, hurra! Ein Kollege von mir, der mich längere Zeit nicht gesehen hat, meinte auch, das fiele schwer auf - und zwar positiv. Das ist der gute Nebeneffekt.

Ihr seht also - es geht voran (bzw. zurück ;oD). Haltet mir die Däumchen, dass es so bleibt. Ich fühle mich jedenfalls schon wesentlich wohler!

File libe Griese,

Stonie

Angelo Visintainer

schrieb am

Tach, Stonie,

da wollte ich Dir zuliebe den ersten Blog-Kommentar meines Lebens schreiben, und da kommt der Roland und schreibt da einfach genau das hin, was ich Dir sagen wollte. Gemeiner Kerl! Aber recht hat er leider.

Nu kennst Du mich ja und siehst - das ist die noch schlechtere Nachricht - dass es sein kann, dass alles nicht wirkllich nützt. Das hat wiederum mit der Blutzusammensetzung zu tun, führt hier aber zu weit.

In der Tat ist Roland ein leuchtendes Beispiel für mich, weil so konsequent - insbesondere, was den Sport betrifft - bin ich leider nicht. Ich hab ja sooo viele Ausreden, warum ich mich gerade jetzt nicht aufs Fahrrad schwinge. Und die Ausreden halten mindestens so lange, bis ich vergessen/verdrängt habe, dass ich mich doch bewegen wollte.

Noch was zum Brot: Komplexe Kohlehydrate wie (Vollkorn)Brot, (Vollkorn)Nudeln, (Vollkorn)Reis und Kartoffeln haben den großen Vorteil, dass sie nicht nur die Energie liefern, sondern auch _satt_ machen. Und ne Folienkartoffel mit Quark ist echt nicht so übel :)

Ich wünsch Dir jedenfalls sehr viel Erfolg, ich weiß, was Du jetzt durchmachst.

Götz

schrieb am

Hallo Stonie, das hört sich wirklich nicht schön an, als ob Schokolade, Kekse und Gummibären nicht schon hart genug wären, aber auch noch LKWs .. aber da mußt Du wohl durch ..

lwlado

schrieb am

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